Wenn das Katzenleben plötzlich Kopf steht
Ihr fragt euch sicher schon, wie die erste Woche mit den beiden Zwergen so gelaufen ist. Tja, was sollen wir maunzen? Gemischt.
Eigentlich läuft es zwischen uns vieren ganz gut. Eigentlich.
Es wird nicht gefaucht, es wird genäselt und die Lütten sind ausgesprochen freundlich zu uns Großen. Kein Gezanke, keine wilden Revierkämpfe und auch sonst kein Grund, gleich die Miezpolizei zu rufen.
Aber da war ja noch dieses kleine Wort: eigentlich. :/
Für Ernie ist die ganze Veränderung offenbar anstrengender, als unsere Menschheit zunächst gedacht hatte. :(
Am Anfang waren die Türen geschlossen. Was für Ernie grundsätzlich ein Zustand ist, den man nicht einfach hinnehmen kann. Also wurde davor gekratzt, miaut und deutlich gemacht, dass hier jemand dringend Zugang zu seinem Eigentum verlangt.
Als die Türen dann offen blieben, schaute Ernie nur kurz nach dem Rechten. Einmal kontrollieren, ob noch alles an seinem Platz ist, und das war es auch schon. Die kleinen Neuankömmlinge wurden weder angefaucht noch aggressiv abgewiesen. Im Gegenteil: Es wurde sogar genäselt.
Ernie zog sich zwar zurück und wollte seine Ruhe haben, zeigte aber gleichzeitig Interesse im Reviergeschehen und an den jungen Teenies. Alles braucht schließlich seine Zeit.
Seit dem Wochenende macht Frauli sich allerdings größere Sorgen. Ernie frisst nicht mehr richtig. Nassfutter wird abgelehnt, oder es wird nur kurz dran geleckt, Trockenfutter was bei uns Snacks sind, sind ebenfalls nicht mehr eine begehrte Zwischenmahlzeit. Bei Schleckpaste entscheidet offenbar die Tagesform: jetzt vielleicht, nachher eher nicht. Er dreht sich dann angewidert weg – Übelkeit?
Frauli gibt ihm ein Tonikum, das den Appetit anregen und ihn mit Nährstoffen versorgen soll. Gleichzeitig möchte sie ihn nicht zusätzlich unter Druck setzen, auch falls ihm übel ist. Eine Fütterung mit der Spritze ist schließlich auch wieder Stress.
Einzig beruhigend ist, dass Ernie aufs Kistchen geht, herum läuft, beobachtet uns und interessiert sich dafür, wenn Frauli mit ihm und dem Wedel spielt. Auch die kleinen Terrorzwerge hat er dann weiterhin im Blick.
Trotzdem ist klar, dass unsere Menschheit das nicht auf die leichte Schulter nimmt. Am Montag möchte sie mit unserem Tierarzt sprechen, damit Ernie untersucht wird. Außerdem hat sie Zyklene bestellt, die wir schon damals nach Shadows Gang über die Regenbogenbrücke bekommen haben. Sie sollen ihn wieder ein wenig ins Gleichgewicht bringen. Die Lieferung kommt allerdings erst am Dienstag.
Bis dahin wird er gut beobachtet und Frauli versucht, ihm möglichst viel Ruhe zu gönnen und morgen wissen wir dann hoffentlich mehr.
Während Ernie mit der neuen Situation kämpft, findet Finni die beiden Lütten ausgesprochen interessant. Er beobachtet, was sie treiben, und würde zwischendurch auch gern mitspielen. Allerdings hat Finni das mit dem gemeinsamen Spielen in seiner Kittenzeit wohl nicht ganz verinnerlicht. Teamplayer – nun ja. :/
Beim Spielen mit Monti lief es früher manchmal nach dem Motto: Erst spielen wir nett miteinander, und plötzlich liegt Finni auf Monti drauf. Warum auch immer. Die Sache mit den angemessenen Spielregeln hat wohl nicht im Gedächtnis :/

Finni merkt durchaus, dass Ernie irgendwie fehlt und es ihm nicht gut geht. In der vergangenen Nacht hat er sogar bei Ernie geschlafen – haben doch ne Bindung zueinander
Ole und Mo geht es ansonsten prima. Für sie ist das alles vermutlich ein großes Abenteuer. Neue Räume, neue Spielkameraden und zwei große Kater, die man unbedingt kennenlernen muss.
Dass einer der Großen gerade etwas mehr Zeit und Ruhe braucht, können sie natürlich nicht wissen. Aber bisher benehmen sich die beiden wirklich gut.
Startet gut in die neue Woche und sendet Ernie viele Nasemstumper.





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