Ostern ohne Hase
Also ganz ehrlich… wir müssen da mal was klarstellen.
Dieses „Ostern“ – das war ja wohl irgendwie ein kompletter Reinfall.
Wir hatten uns das Ganze dieses Jahr deutlich spektakulärer vorgestellt. Schließlich wurde hier vorher groß angekündigt, dass so ein „Osterhase“ vorbei hoppelt. Ein HASE!
Wir waren vorbereitet. Hochmotiviert. In Lauerstellung.
Und was ist passiert? NICHTS
Kein Hase, kein Rascheln und kein Flitzen durchs Revier. Einfach gar nichts.
Stattdessen hat man uns dann mit so einem Metall-Ersatzhasen abgespeist.

Der bewegt sich nicht. Der schmeckt nicht. Der reagiert nicht.
Wir haben alles versucht – anstupsen, anstarren, leichtes Anknabbern (rein wissenschaftlich natürlich)…
absolut enttäuschend.
Das lange Wochenende fing schon ganz komisch an, denn am Karfreitag – eigentlich ein Tag, an dem man Personal rund um die Uhr zur Verfügung haben sollte – war Frauli einfach außer Revier und wir wurden uns selbst überlassen. Eine Zumutung.
Mitten in der Nacht ging es schon los, denn um 3:00 Uhr krähte dieser schreckliche elektrische Hahn, hat dann um 4:30 Uhr das heimische Revier einfach verlassen, denn um kurz vor 5:00 Uhr musste sie nicht am Gleis 9 3/4 sondern am Gleis 1 in die Bahn steigen und es ging ab Richtung Osten, um Herrlis Familie zu besuchen.

Man muss auch sagen, sie hat gerade noch die Kurve bekommen. Am frühen Abend stand sie zusammen mit Herrli wieder im Revier – rechtzeitig zur Schleckcreme-Zeit (und das ist bekanntlich der wichtigste Termin des Tages).
Gemeinsam mit Herrli wurde dann serviert.
Und wir haben – nach kurzer, strenger Prüfung – beschlossen, ihr diesen Ausflug nochmal durchgehen zu lassen.
Samstag und Sonntag war dann eher so Kategorie „Frauli defekt“.
Frauli war nämlich komplett platt oder eher faul.
Langsam. Unkonzentriert. Irgendwie… nicht zu gebrauchen.
Mehrfach haben wir sie dann doch noch aktiviert, denn sie war schließlich Abends mit einer Freundin zum Osterfeuer verabredet und haben den Abend dann in der Eisenhütte ausklingen lassen.

Unser Osterfazit:
– Osterhase nicht erschienen
– Ersatzhase durchgefallen
– Frauli kurzzeitig abgängig, dann eingeschränkt funktionsfähig
– Schleckcreme zum Glück gesichert
– Frauli hat jetzt Urlaub – wir erwarten also eine deutliche Steigerung der Servicequalität!
Zudem erwarten wir für nächstes Jahr eine deutlich bessere Organisation.
Mit echtem Hasen.
Oder zumindest etwas, das sich bewegt.
Und bei euch so?
Wenn das Leben Pause drückt
Manchmal kommt alles anders: Nach einer kleinen Pause, viel Trubel und einem unerwarteten Glücksmoment melden wir uns zurück.
Eigentlich wollten wir uns schon viiiiel früher melden. Wirklich! Ganz fest vorgenommen hatten wir es uns. Pfote drauf!
Aber dann kam – wie das so ist – das echte Leben von Frauli dazwischen. Und das ist bekanntlich völlig unkoordiniert und hält sich einfach nicht an unsere Katzenpläne. Frechheit!
Kaum war Frauchen nämlich wieder auf den Beinen, ging der Alltagswahnsinn weiter. Termine hier, rum geräume da… und wir? Wir mussten natürlich überall kontrollieren, ob auch alles korrekt abläuft. Man kann ja nicht einfach alles Frauli überlassen
Und dann… passierte es.
Ein Karton kam an.
Nicht irgendein Karton.
Ein bunter Karton.
Die Firma Vet-Concept legt zu Weihnachten schon immer für „jeden“ ein mega tolles Geschenk bei der Bestellung bei. Letztes Jahr gab es zu Ostern eine Aktion, dass zufällig die Bestellung in bunten Paketen versendet wird, es ist somit ein Glücksspiel, ob man zu den Auserwählten gehört. Letztes Jahr hatten wir kein Glück, dieses Jahr… YES und das obwohl Frauli die Aktion gar nicht mitbekommen hatte
Der Inhalt? Natürlich großartig und es lag ein niedlicher Hase dabei
Der eigentliche Star – wenn wir ehrlich sind – der Karton selbst

Und wo ein Karton ist, ist Ernie nicht weit

Kaum hat er den Karton entdeckt, hat er sich darin breit gemacht und Besitzanspruch angemeldet. Monti und Finni haben kurz überlegt, ob diskutiert werden sollte – haben sich dann aber entschieden, einfach daneben zu liegen und ihn neidisch kritisch zu beobachten. Teamarbeit eben
Jetzt wird also wieder geschnurrt, gedöst und strategisch im Karton gelegen, als gäbe es kein Morgen. Und falls ihr euch fragt: Ja, Ernie teilt. Manchmal. Wenn er muss.

Und dann – haltet euch fest – wollte Herrchen den Karton einfach direkt entsorgen. Ja, richtig gelesen. ENTSORGEN.
Wir waren kurz davor eine Katzengewerkschaft zu gründen. Zum Glück hat Frauchen im letzten Moment eingegriffen. Mit einem „Der kann doch nicht weg!“ wurde das gute Stück unter Schutz gestellt. Krise abgewendet. Karton gerettet. Ordnung wiederhergestellt.
Und bei euch so in der Zwischenzeit?
Wir geloben auf jeden Fall Besserung… also zumindest ein bisschen… vielleicht… eventuell.
Kommt gut in den Dienstag
Vom Presslufthammer zum Schnurrmodus
Frauli geht es wieder besser, seit Ende der letzten Woche wesentlich besser! Der Husten ist deutlich weniger und leiser geworden – wir würden sagen: nur noch Zimmerlautstärke statt Presslufthammer. Unsere empfindlichen Katerohren danken es ihr sehr.
In der Woche davor klang das nämlich eher so, als würde irgendwo ein alter Presslufthammer anspringen,Wir haben natürlich tapfer Wache gehalten. Man weiß ja nie, ob so ein Husten nicht doch noch ausbüxt. Mit „wir“ meinen wir nicht Finni, denn der hat schon das Weite gesucht bevor Frauli wusste das sie gleich Husten muss
Frauli schnupft zwar noch gelegentlich in ihre Taschentücher, aber das gehört wohl zum Heilungsprogramm. Besonders praktisch: Ernie hat sich freiwillig zur Diebstahlsicherung der Taschentücher erklärt. Kaum liegt irgendwo eine Packung herum, wird sie fachgerecht beschlagnahmt, überprüft und – wenn nötig – darauf hingewiesen sich die Nase zu schnäuzen.

Monti und Finni haben das weiterhin eher von der Ferne in Blick, schließlich weiß man nie wann so ein Taschentuch plötzlich zurück schnäuzt.
Außerdem muss irgendwer aus der Management Etage schließlich den Überblick behalten

Wir sind jedenfalls erleichtert, denn nun kehrt langsam wieder Normalbetrieb ein.
Außerdem müssen wir noch kurz das Wetter erwähnen. Das war nämlich die letzten Tage eindeutig kaputt.
Statt ordentlich funktionierendem Draußen gab es nur ein dauerhaft tropfendes Himmelssystem. Es fiel Wasser von oben, von schräg oben und manchmal sogar von der Seite. Wir haben mehrfach versucht zu kontrolliert, ob vielleicht jemand vergessen hat, den Wasserhahn am Himmel zuzudrehen. Wenn es draußen nämlich nass ist, macht es weniger Spaß nach draußen zu gehen.
Wir hoffen, dass das Wetter nun dann wieder tagsüber auf Sonne umstellt, Nachts darf es gerne kurz für die Blümchen & Co regnen.
Startet gut in die neue Woche,
habt ihr was spannendes vor?
Frauli außer Betrieb
Buuuh, was ne Woche, denn hier war nämlich plötzlich Land unter. Frauli war krank. So richtig.
Am Dienstag kam morgens nur noch ein krächzendes „Guten Morgen…“ raus – und danach… nix mehr. Richtige Funkstille. Keine Ansagen, keine Kommentare, nicht einmal ein ordentliches Schimpfen, als wir über den Tisch marschiert sind.
Wir waren kurz irritiert
Für uns war dann sofort klar, wir müssen eingreifen und den Pflegedienst übernehmen.
Es wurden direkt Maßnahmen wie Schnurrtherapie, Wärmekontrolle durch Ankuscheln, Überwachung von Bett & Sofa eingeleitet und natürlich immer motivierende Blicke zugeworfen.
Am Donnerstag wurde es dann noch spannender: leicht erhöhte Temperatur, keinen Appetit mehr, Husterei, Nase lief wie ein norddeutscher Regenablauf und das Mittelohr hat wohl auch beschlossen, beim Chaos mitzumachen.
Unsere Maßnahmen wurden verstärkt, der Finni hat seine Schnurrvibrationsmassage eingesetzt, Monti hat durch langsames Blinzeln den Stresspegel reduziert, Ernie hat Nachtwache am Fußende gehalten und von uns allen wurde regelmässiger Kuscheldienst übernommen.
Ihr merkt, unsere medizinischen Maßnahmen waren hochprofessionell.
Seit gestern scheint es langsam wieder bergauf zu gehen. Heute sogar noch ein bisschen mehr besser. Die Stimme klingt zwar noch wie ein Radio zwischen zwei Sender – aber immerhin sendet sie wieder.
Wir behalten das natürlich weiter im Blick.
Nicht dass Frauli wieder denkt, sie hätte hier alles im Griff.

Und bei euch so? Habt ihr denn jedenfalls das gute Wetter genossen?
Zwischen Wintermodus und Sonnenstrahlen
Nun melden wir uns mal wieder, denn es ist uns bewusst, dass es hier länger still war. Und bevor Gerüchte aufkommen: Nein, wir wurden weder entführt noch haben wir beschlossen, auf eine sonnige Insel auszuwandern.
Ganz ehrlich? Uns, und damit meinen wir Frauli, hat schlichtweg die Muse gefehlt. Nach dem für uns allen intensiven Winter – so viel Schnee bewegen ist Frauli nicht mehr gewhhnt. Selbst wir fanden das irgendwann anstrengend, denn unsere Stärken liegen eher im Nichtstun.
Aber dann – zack – die Tage werden länger und die Sonne kommt öfters vorbei.
Und was passiert? Frauchen bekommt Frühlingsgefühle. Allerdings nicht romantischer Natur, sondern eher Kategorie „Wir-stellen-jetzt-alles-auf-links“.
Hier wird ausgemistet. Hier wird geräumt.
Hier werden Dinge umgestellt, von denen wir sicher waren, dass sie genau da richtig standen.
Wir beobachten das aus sicherer Entfernung. Katz weiß ja nie, wann der eigene Lieblingsplatz plötzlich „nicht mehr gebraucht“ wird. Gefährlich, wenn nicht sogar sehr gefährlich

Und gerade als wir dachten, sie hat ihren Frühjahrs-Elan voll im Griff – zack, kränkelt sie.
Samstag fing es mit leichtem Halskribbeln an. Heute klingt die Stimme ein bisschen, als hätte sie eine Nacht lang mit uns um die Wette gemaunzt.
Sie gibt natürlich der Yogastunde Mitte letzter Woche die Schuld.

Angeblich war da ein offenes Fenster. Und einem Zug und irgendwas mit „im Zug stehen“.
Dabei wird gemunkelt, Yoga soll gesund sein. Aber vielleicht gilt das nicht, wenn man dabei arktische Bedingungen simuliert. Man weiß es nicht.
Somit wird hier aktuell alles etwas langsamer gemacht. Dafür mehr Tee und mehr heisere Ansagen. Und wir? Wir übernehmen selbstverständlich die therapeutische Betreuung. Wärmflaschen-Ersatz in Fellform. Rund-um-die-Uhr-Präsenz.

Und da der Winter nun laut Meteorologen vorbei ist, müssen wir den Blog auch aus dem Wintermodus holen.
Und bei euch so, auch schon voll im Frühling?
Ein Streifen Sonne
Der Winter ist noch nicht fertig mit uns.
Es hat die Woche wieder geschneit, es ist sogar liegen geblieben. Kleine weiße Flocken haben alles zugedeckt, als wollte der Winter damit sagen „ein bisschen bleibe ich noch“.
Auch wenn es draußen kalt ist – irgendetwas ist anders.
Die Tage werden spürbar länger, das merken sogar wir
Tagsüber passiert nämlich zudem auch noch etwas Großartiges:
Die Sonne kommt rein. Einfach so. Frech durch die Scheibe kitzelt sie unsere Fellspitzen.
Es ist ein bisschen wie Heizung, nur besser

Man sitzt da, tut so, als würde man intensiv nachdenken – dabei tankt man einfach Sonne.

Unsere Menschheit hat sofort verstanden, was Prioritäthat, denn sogar unseren Lieblingskartons wurden genau in den Sonnenstreifen gestellt. Mitten ins Licht, perfekt platziert. Wir waren beeindruckt
Kurz geprüft, rein gehüpft, Lage getestet und genehmigt.

Falls der Winter noch bleiben möchte, darf er es nur mit der Sonne an seiner Seite
Und ihr? Sammelt ihr auch schon die Sonnenstrahlen ein?
Winter, wir müssen reden
Da ist dann zum einen der gefühlt lange Januar mit seinen 100 Tagen und dann ist da der Winter. Okay, der gehört zur Jahreszeit dazu, jedoch sind wir solch einen richtigen Winter gar nicht mehr gewohnt. Außerdem wird gemunkelt, dass Norddeutsche nicht mit Schnee umgehen können.

Frauli mag bekanntlich den Januar nicht gerne, denn er ist dunkel, eigentlich schmutzig nass und ist wie ein Montag der nie enden möchte. Diesen Winter ist er ein Winter wie er eigentlich sein sollte, hält auch unsere Menschheit auf Trab was die Bewegung draußen angeht
Dadurch bleibt jedoch teilweise auch einiges anderes liegen und manchmal ist Frauli einfach nur platt. Frauli tröstet sich damit, dass der Winter ist auch tolle Seiten hat, denn die Landschaft sieht im Schneekleid doch viel freundlich aus.
Nun aber müssen wir mit dem Winter reden, sogar ganz dringend. In den nächsten Stunden soll noch einmal ein winterlicher Nachschlag in Anmarsch sein, Mit Schnee, Eisregen und Kälte
Wir wissen nun, dass der Winter sein Aufgaben noch kann und er darf sich zurücklehnen und alles eine
Wir haben Fell, sogar sehr gutes Fell. Aber das heißt nicht, dass wir damit einverstanden sind, wenn der Fußboden morgens Temperaturstufe „arktische Expedition“ erreicht. Warme kuschelige Schlafplätze sind hingegen ein Geschenk. Sie werden aufgesucht, bewacht und notfalls verteidigt. Wer im Winter versucht unsere bevorzugte Schlafplatz zu besetzen, sollte sehr leise atmen.

Wie mögen den Winter nicht wirklich.
Aber wir hasse ihn auch nicht.
Wir tolerieren ihn. Mit Würde. Auf kuschelig warmen Schlafplätzen.
Und bei euch so? Auch für ein Gespräch mit dem Winter bereit?

