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Wenn jeder Bissen zählt

Puh… was für eine Woche.

Nach einer Zahn-OP stellt man sich die Erholung irgendwie anders vor. Wir dachten: Zähnchen raus, ein bisschen schlafen und dann wird schon wieder nach und nach gefuttert. Tja… Pustekuchen. :confused:

Am Dienstag, einen Tag nach der OP, stand die Nachkontrolle an. Die Untersuchung selbst war leider ziemlich aufregend. Die Rückfahrt verlief zwar noch ganz gut, doch kaum waren wir wieder im heimischen Revier, bekam Finni plötzlich eine heftige Hechelattacke. Wir hatten wirklich große Angst um unseren kleinen Schatz. Danach ging es ihm überhaupt nicht gut. Er war sehr schlapp, wirkte unruhig und wollte den restlichen Abend am liebsten einfach seine Ruhe haben.

Unsere Menschheit vermutet, dass es u.a. neben der längeren Fahrt auch daran liegt, dass immer eine andere Ärztin ihn behandelt. Das kennt Finni sonst nicht, sonst sind es nur 5 Minuten und es ist überwiegen die nette Ärztin bei unserem Haustierarzt.

Frauli konnte in dieser Nacht nicht zu Bett gehen. Erst als Finni nachts noch einmal sein großes Geschäft erledigt hatte und sie wusste, dass zumindest das funktionierte, wurde sie etwas ruhiger und ist dann gegen 3 Uhr  leicht/unruhig ins Bett und 3 Stunden war die Nacht schon wieder vorbei,  dann stand Home Office an.

Mittwoch über Vormittag sah es zunächst leider nicht viel besser aus. Nassfutter? Fehlanzeige. Frauli hatte  gedacht, dass Finni durch die OP vielleicht einfach nicht richtig riechen konnte und besorgte Mittags extra intensiver riechendes Futter aus dem Supermarkt. Das Ergebnis? Finni schaute sie an, als wollte er sagen: „Ernsthaft? Dafür bist du losgefahren?“ :cool:

Immerhin: Die weichen Fleischstreifen, was eigentlich Snacks sind,  werden gerne angenommen. Nassfutter wurde weiterhin nur in Kleinstmengen zu sich genommen. Am Kauen kann es nicht liegen, denn Nassfutter ist weicher. =)

Donnerstag telefonierte Frauli mit unserer Haustierärztin. Sicherheitshalber hatte sie bereits Reconvales Tonikum in der Apotheke bestellt, um Finni mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen und den Appetit etwas anzuregen. Die Tierärztin gab grünes Licht und empfahl zusätzlich Recoactiv Recovery Immun – ebenfalls ein Tonikum, das sogar als Alleinfuttermittel geeignet ist.

Die wichtigste Botschaft war in diesen Tagen ganz klar: Egal was Finni fressen möchte – Hauptsache, er frisst überhaupt etwas.

Und tatsächlich… wenn auch nur in winzigen Mengen, verschwand langsam wieder etwas im kleinen Katerbauch. Nach sieben gezogenen Zähnchen fühlt sich eben alles erst einmal ungewohnt an.

Freitag gab es ein MiniMini-Frühstück. Frauli musste ins Büro, also übernahm Herrli die Wache. Gegen Mittag merkte Herrli, dass Finni eigentlich Hunger hatte – nur so richtig fressen wollte er trotzdem nicht. Also ging Herrli kurzerhand noch einmal zum Tierarzt und besorgte weitere Unterstützung.

Seitdem erleben wir ein ständiges Auf und Ab. Es gibt Stunden, da ist Finni wieder ganz der Alte: Er spielt, geht nach draußen, möchte ausgiebig kuscheln und sorgt für gute Laune. Kistchengang ist zum Glück sehr zufriedenstellend . Und dann gibt es wieder Momente, in denen er einfach nur seine Ruhe haben möchte.

In diesen Augenblicken ist Frauli aus Finni-Sicht vermutlich der größte Störfaktor überhaupt. :mrgreen: Schließlich läuft sie ständig mit irgendwelchen Spritzen hinter ihm her – entweder, um das Tonikum zu geben, Tellerchen anzubieten oder das ungeliebte Antibiotikum zu verabreichen.

Apropos Antibiotikum: Vorgesehen waren fünf bis sieben Tage. Unsere Menschen entschieden sich sicherheitshalber für die vollen sieben Tage.

Und heute Abend war es endlich soweit: Die letzte Antibiotika-Dosis ist geschafft! :party:

Wenn jeder Bissen zählt #Finni

Wenn jeder Bissen zählt #Finni

Ab morgen beginnt dann der nächste Schritt: Das Schmerzmittel soll nach und nach ausgeschlichen werden. Natürlich hoffen wir sehr, dass Finni dabei schmerzfrei bleibt und er bald wieder mit besserem Appetit futtern kann.‘

Jeden Tag gibt es irgendwie doch kleine Fortschritte. Auch wenn sie manchmal winzig erscheinen, geben sie uns Hoffnung. Drückt unserem kleinen Kämpfer weiterhin die Daumen – wir sind optimistisch, dass wir bald wieder nur noch von den üblichen Flausen unseres Terrorzwergs berichten können.

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